Was ist die Heilige Geometrie?

Was ist die Heilige Geometrie?

Blume des Lebens: die Heilige Geometrie

Die Heilige Geometrie wird oftmals auch versteckte und hermetische Geometrie genannt, denn sie offenbart die Geheimnisse, die hinter der sichtbaren – physischen – Existenz verborgen sind.
Zentrale Botschaft der Heiligen Geometrie ist, dass Alles in unserem Universum immer wiederkehrenden Mustern, Strukturen, Regeln und geometrischen Maßstäben folgt und von Gott – kultur- und religionsübergreifend – nach einem perfekten Plan erschaffen wurde. Menschen, Pflanzen, Tiere, Atome, Sonnensysteme, Galaxien – das Universum.
Aber auch unsere Gefühle, Gedanken, Phantasien und Emotionen unterliegen den geometrischen Ordnungs-Prinzipien der Heiligen Geometrie.

Die Heilige Geometrie und ihr Ursprung

Die Heilige Geometrie hat eine jahrtausendealte Vergangenheit und kann bis auf die Wurzeln der antiken Mathematik zurückverfolgt werden. Als Teil der damaligen Weisheitslehren hatten nur wenige Gelehrte und Meister Zugang zu ihren Geheimnissen und ihren verborgenen Schätzen. Nur unter strengsten Regeln durfte das Wissen der Heiligen Geometrie weitergereicht werden – ausschließlich mündlich.
Zahlreiche Symbole und Figuren der Heiligen Geometrie finden sich in Tempeln und (sakralen) Bauwerken der altorientalischen und nahöstlichen Hochkulturen Ägyptens, Israels, Mesopotamiens, Assyriens, Persiens und Kleinasiens. Schon damals ging es den Baumeistern darum, mit einfachen mathematischen Hilfsmitteln (aus dem Schulunterricht kennen wir den Zirkel und das Lineal), ästhetisch schön anzuschauende Objekte – Kunstwerke – zu erschaffen.

Die Heilige Geometrie in der christlichen Religion

Die Heilige Geometrie im Christentum wird sehr oft in Verbindung mit Sakralbauten gebracht. Insbesondere die großen Kirchen und Kathedralen des Mittelalters weisen einen Bezug zu den mathematischen Gesetzmäßigkeiten der Heiligen Geometrie auf. Durch sie – so die Idee der Baumeister – sollten die Menschen eine Nähe zur Mathematik und damit zum Göttlichen bekommen.

Typisch für die Kirchen, die in den Zeiten der Romanik und Gotik entstanden sind, ist ein besonderes Gestaltungsmerkmal: ein Grundriss, der einem lateinischen Kreuz gleicht und die Vereinigung von Himmel (dem Göttlichen) und Erde symbolisiert.

Mit der Renaissance (15. und 16. Jahrhundert) änderten sich die eingesetzten architektonischen Geometrien. In dieser Kulturepoche waren einfache, regelmäßige und runde Formen beliebte Stilelemente. Große Aufmerksamkeit wurde dem Kreis geschenkt, der mit seiner harmonischen Proportion dem Sakralbau eine ideale Erscheinungsform verlieh. Zudem war der Kreis das Motiv für eine fundamentale spirituelle Beziehung aus Kosmos und irdischer Existenz. Als eine vollkommene Figur der Heiligen Geometrie verkörperte er die damals vorherrschende Weltanschauung, nämlich: 1) eine perfekte Natur bzw. die Erde als Lebensraum und 2) das Universum, dass vom göttlichen Schöpfer erschafft wurde und in dem der Mensch eine zentrale Stellung einnimmt.

Die Heilige Geometrie und der Islam

Auch im abendländischen Kulturkreis findet man Hinweise auf die Heilige Geometrie. Häufig sind es prachtvolle geometrische Ornamente, die aus Kreisen, Rechtecken, Quadraten, Sternen und Rauten bestehen und einen zum Teil sehr komplexen Aufbau haben. Kombiniert mit einem fantasiereichen Blumen-, Blätter- oder Ranken-Muster (sog. Arabeske) bekommt das Ornament eine besonders ästhetische Note.
Die Darstellungen dieser wiederkehrenden – z.T. überlappenden – Symbolelemente sind sehr präsent: sie schmücken Teppiche, dekorieren Decken, Wände und Böden von Moscheen und anderen repräsentativen Gebäuden oder verzieren Geschirr, Keramik-Fliesen und Kleidung.
Die symbolische Bedeutung ist groß, denn die – auf den ersten Blick chaotische – Struktur folgt einem ganz klaren Prinzip, dass auf Ordnung und Symmetrie beruht. Hier wird die Nähe zur Heiligen Geometrie deutlich, denn in den geometrischen Figuren manifestiert sich – den Gelehrten zufolge – die kosmische Ordnung und der göttliche Fingerabdruck.

Die Heilige Geometrie im Hinduismus

Die Heilige Geometrie ist ebenfalls im hinduistischen Kulturraum vertreten. Häufig sind es dabei geometrische Muster, die wir als Mandala kennen. Diese Ornamente können aus verschiedensten geometrischen Figuren und Formen bestehen, die nach bestimmten Strukturprinzipien angelegt werden. So entsteht ein vollkommen symmetrisches Kunstwerk, dass aufgrund seiner harmonischen Wirkung als spirituelles Symbol in der Meditation und beim Yoga eingesetzt wird. Und auch hier wird der Bezug zur Heiligen Geometrie klar, denn die Elemente unterstützen die spirituelle Weiterentwicklung von Geist und Seele.
So verwundert es nicht, dass hinduistische Tempel nach einem Mandala-Grundriss aufgebaut sind. Ähnlich sieht es bei Wohnungen und Häusern aus, bei denen das Vastupurusa-Mandala oftmals als Vorlage dient. Dieses Mandala symbolisiert den Kosmos und den Glauben, dass die übernatürlichen Kräfte und Energien das Gebäude und die darin befindlichen Lebewesen positiv beeinflussen.

Der Goldene Schnitt: die ideale Proportion der Heiligen Geometrie

Zur Heiligen Geometrie gehört ein Teilungsverhältnis, dass wir wohl alle aus der Schule kennen: der Goldene Schnitt. Hierbei handelt es sich um eine Proportion, die von uns Menschen als sehr harmonisch wahrgenommen wird. Künstler in der griechischen Antike, im Mittelalter und in der Renaissance bedienten sich dieser Formel und gaben Ihren Werken den entscheidenden optischen Schliff.
Du findest den Goldenen Schnitt, indem Du eine x-beliebige Strecke in zwei Teile teilst. Der kleinere Teil der Strecke muss sich zum größeren Teil so verhalten wie der größere Teil zur gesamten Länge der Strecke. Diese heiligen Proportionen offenbaren sich in einer mathematisch exakt symmetrischen Form: Dem Pentagramm, auch bekannt als fünfzackiger Stern.
Das faszinierende Gesetz von „Maß und Zahl“ beeinflusst bis heute die Fassadengestaltung, das Design von Möbeln oder die Aufteilung eines Raumes. Das „geheimnisvolle“ heilige Zahlenverhältnis, das wir als besonders schön und harmonisch empfinden, entdecken wir aber nicht nur in der Malerei, der Bildhauerei, dem Kunsthandwerk und der Baukunst.
Auch bei uns Menschen, den Tieren und den Pflanzen finden wir (verborgene) Proportionen, die dem goldenen Schnitt sehr nahekommen. Die göttliche Teilung beim Menschen finden wir zum Beispiel im Bauchnabel, der sich praktisch immer im Goldenen Schnitt befindet.
In der Tierwelt scheint sich das Längenwachstum beim Seestern an den Proportionen des goldenen Schnittes zu orientieren. Und auch die Blattanordnung einer Artischocke folgt dem goldenen Schnitt.

Die platonischen Körper – die wichtigsten Figuren der Heiligen Geometrie

Zu den vielleicht bekanntesten Vertretern der heiligen Geometrie zählen die fünf platonischen Körper: Dodekaeder, Ikosaeder, Oktaeder, Tetraeder und Hexaeder. Die nach dem griechischen Philosophen und Universalgelehrten Platon benannten regelmäßigen Figuren zeichnen sich durch ihre perfekte Symmetrie aus, die sie durch ihre gleich langen Kanten und den gleichen Abständen zum Mittelpunkt erhalten. Die ältesten künstlerischen „Belege“ dieser „regulären Polyeder“ wurden in Schottland gefunden. Dort haben unsere Vorfahren die platonischen Körper in Steinkugeln graviert. Etwa zeitgleich entstanden in Mittelamerika und in Ägypten Bauwerke, die uns bis heute in Atem halten und die auf dem Oktaeder basieren – die Pyramiden.

Die Blume des Lebens – das Sinnbild der Heiligen Geometrie

Die Blume des Lebens ist das wohl bekannteste Symbol der Heiligen Geometrie und begleitet die Menschheitsgeschichte schon seit tausenden von Jahren. Das Ornament besteht aus 19 Kreisen von beeindruckender Perfektion.
In der Mitte der Lebensblume sind wiederum 7 weitere ineinander verschlungene Kreise angeordnet, die das Genesis-Muster bilden und mit dem Schöpfungsritus in Verbindung gebracht werden.
Bei genauerer Betrachtung und dem Ziehen von Geraden fällt auf, dass in der Blume des Lebens die oben genannten fünf platonischen Körper und der Würfel des Metatron enthalten sind.
Zudem finden sich in ihr Geometrien und mathematische Gesetzmäßigkeiten, die überall auf der Welt zum Einsatz kamen und kommen, wie z.B. der Satz des Pythagoras, der Lebensbaum der Kabbalah oder gar die Quadratur des Kreises.

Nutze die Kraft der Heiligen Geometrie

Alles, was der Heiligen Geometrie zugeordnet wird, glänzt durch absolute Perfektion und Vollkommenheit.
Das erklärt, warum ein Bild von der Blume des Lebens so anziehend auf uns wirkt. Doch es ist nicht nur der optische Reiz, der uns fasziniert und unseren Blick nicht mehr loslässt.
In dem Gemälde befindet sich eine geheimnisvolle Kraft: positive Energien, die ihre wundervollen Schwingungen verbreiten und Deinen Körper durchdringen.
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